Foto: Titelbild des Politikbereichs Ältere Menschen mit den Gesichtern eines älteren Mannes und eines Kindes

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Di 27.05.2008

Partizipation

Mitmischen statt zuschauen, aktiv bleiben und dazugehören sind zentrale Wünsche der meisten Menschen. Dies verändert sich nicht, wenn das Berufsleben abgeschlossen ist und die Kinder groß sind. In diesem dritten Lebensabschnitt suchen viele Menschen nach einer sinnvollen Aufgabe. Ein großer Teil der Seniorinnen und Senioren setzt sich in seiner Umgebung - im Haus, in der Nachbarschaft, in der Kirchengemeinde oder im Verein - ehrenamtlich für die Gemeinschaft ein.

Eine große Studie, der sogenannte "Freiwilligensurvey", hat das große Potenzial gezeigt, das im freiwilligen Engagement älterer Menschen verborgen liegt. Zwischen 1999 und 2004 wuchs die Zahl der Älteren unter den Freiwilligen überproportional an. Das Erfahrungswissen  und die Einsatzbereitschaft der älteren Generation sind ein wertvolles Kapital für unsere Gesellschaft, auf das wir setzen können. Weil die Zahl der älteren Menschen steigt, wird es immer wichtiger, diese große Bereitschaft zum Engagement breit und gezielt zu fördern.

Denn Engagement braucht Voraussetzungen: Wer sich freiwillig engagiert, möchte nicht nur selbst bestimmen, wofür er sich engagiert, sondern er möchte zumeist auch in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Dieser Aufgabe müssen sich besonders die Kommunen stellen. Wenn wir noch mehr ältere Menschen dafür gewinnen wollen, sich ehrenamtlich für andere einzusetzen, müssen wir sie als Partner einbinden, deren Meinung zählt.