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Do 09.10.2008
Familie und Arbeitswelt
Eine familienfreundliche Arbeitswelt und Unternehmenspolitik voranzutreiben ist wesentlicher Teil unserer nachhaltigen Familienpolitik. Andere Länder machen es uns vor: Wenn eine Balance zwischen Familie und Beruf möglich ist, werden sich wieder mehr Menschen für Kinder entscheiden.
Unter dem Dach der "Allianz für die Familie" sind seit Mitte 2003 mittelfristig angelegte Initiativen für eine bessere Balance von Familie und Arbeitswelt gebündelt. Starke Partner der Allianz sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, Gewerkschaften, Stiftungen renommierte Unternehmen, namhafte Ökonomen und Persönlichkeiten aus der Politik.
In einem Spitzengespräch "Familie und Wirtschaft" haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesministerin Ursula von der Leyen mit Entscheidern aus Wirtschaft und Gewerkschaften auf gemeinsame Grundsätze und neue Wege zu einer familienbewussten Arbeitswelt verständigt. Sie unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel "Deutschland braucht eine familienbewusste Arbeitswelt".
Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie"
Mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie." werden die Initiativen konzentriert und erreichen ein neues Niveau. Ziel ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Managementthema und zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Es gibt erkennbar immer mehr Unternehmen, die Familienfreundlichkeit praktizieren.
Das Programm "Erfolgsfaktor Familie. Unternehmen gewinnen" spricht gezielt die Chefs und Personalverantwortlichen in den Unternehmen an. Sie können im Rahmen des Programms auf einen ganzen Fächer praxisnaher betriebswirtschaftlich durchgerechneter Konzepte und Bausteine zugreifen, wie sie zu welchen Kosten ihre Betriebe familienfreundlicher gestalten können. Auf der Website zum Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" stehen eine breite Auswahl an Publikationen sowie aktuelle Informationen zum Thema zur Verfügung. Der Newsletter "Erfolgsfaktor Familie" informiert regelmäßig auf dem neuesten Stand.
Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie"
Das vom Bundesfamilienministerium in Kooperation mit dem DIHK gegründete Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" bietet allen Unternehmen und Institutionen, die sich für die Etablierung oder Weiterentwicklung einer familienbewussten Personalpolitik interessieren, eine Wissens-, Themen-, und Kontaktplattform. Als Informations- und Kooperationsbörse vermittelt es Ansprechpartner und Erfahrungsberichte anderer Unternehmen und informiert über exklusive Veranstaltungen.
Unter www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk sowie unter netzwerkbüro@berlin.dihk.de haben Interessierte die Möglichkeit, sich kostenlos anzumelden. Umfassende Information über Inhalte und Ziele des Netzwerkes erteilt Frau Sofie Geisel, Projektleiterin des Netzwerkbüros unter der Telefonnummer (030) 20 308 - 6100.
Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
Kinderbetreuung ist mittlerweile in vielen Unternehmen Chefsache. Denn wer Eltern bei der Kinderbetreuung unterstützt, profitiert von verringerten Fehlzeiten, kürzerer Elternzeit und hoher Attraktivität als Arbeitgeber.
Mit dem am 25. Februar gestarteten Programm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung fördert das Bundesfamilienministerium aus Mitteln des europäischen Sozialfonds bundesweit die Einrichtung von neuen, betrieblich unterstützten Kinderbetreuungsplätzen.
Unternehmen und Eltern sollen darin unterstützt werden, für das gemeinsame Anliegen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf individuelle und passgenaue Lösungen zu finden. Das Förderprogramm setzt dabei auf die Kooperation zwischen den Unternehmen und öffentlichen sowie freien Trägern von Betreuungseinrichtungen.
Mit der Erweiterung des Förderprogramms zum 1. September 2008 können jetzt noch mehr Beschäftigte und auch Studierende darin unterstützt werden, Familie und Beruf oder Studium miteinander in Einklang zu bringen. Plätze sind nun auch für die Kinder von Studierenden förderfähig und Unternehmen mit Sitz in Deutschland unabhängig von ihrer Größe teilnahmeberechtigt.
Unternehmen im Sinne des Programms sind neben Wirtschaftsunternehmen auch Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des privaten und öffentlichen Rechts; nur Verwaltungsbehörden sind ausgenommen.
Die Träger erhalten für die Betreuung von Mitarbeiterkindern 50 Prozent der Betriebskosten bis zu einer Obergrenze von 6.000 Euro für jeden neuen Platz im Jahr. Der Zuschuss wird bis zu zwei Jahre lang gezahlt. Insgesamt stehen für das Programm bis Ende 2011 50 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.
Mehr Informationen zum Förderprogramm sind beim Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" veröffentlicht. Die kostenlose Beratungshotline erreichen Sie telefonisch unter 0800-0000 945.
Hinweise zu Fördermöglichkeiten
Weitere Informationen zum Thema
- Gemeinsame Erklärung der Bundesregierung und der Impulsgruppe "Allianz für die Familie"
- Äußerungen der Mitglieder der Impulsgruppe "Allianz für die Familie" zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- audit berufundfamilie der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
- Kooperationen mit DIHK und IHKs
- Kooperationsprojekt "Balance von Familie und Arbeitswelt" mit der Bertelsmann Stiftung
- Lokale Bündnisse für Familie
- Wachstumspfad und Innovationsfaktor Familienfreundlichkeit
- Familienfreundliche Unternehmenspolitik
- Gewerkschaftliches Handlungsfeld
- 10 gute Gründe für familienfreundliche Unternehmenskultur
Ausgewählte Publikationen zum Thema
- Familienfreundlichkeit auf Wachstumskurs - Handlungsfelder, Zahlen, gute Beispiele
- Unternehmen Kinderbetreuung - Praxisleitfaden für die betriebliche Kinderbetreuung
- Früher beruflicher Wiedereinstieg von Eltern
- Das neue Elterngeld - Umsetzung in der betrieblichen Praxis
- Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2006
- Familienbewusste Personalpolitik - Informationen für Arbeitnehmervertretungen, Unternehmens- und Personalleitungen
- Führungskräfte und Familie
- Unternehmen Kinderbetreuung - Praxisleitfaden für die betriebliche Kinderbetreuung


