Titelbild des Politikbereichs Freiwilliges Engagement: Foto eines älteren Mannes mit zwei Jungen.

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Fr 08.08.2008

Programm "Freiwilligendienste aller Generationen" startet 2009

Am 1. Januar 2009 starten die "Freiwilligendienste aller Generationen". Sie werden die im Modellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" (GüF) entwickelten Dienstangebote für alle Altersgruppen Schritt für Schritt bundesweit flächendeckend umsetzen und mit vorhandenen Strukturen vor Ort vernetzen.

Im Juni 2008 war das Modellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" nach drei Jahren Laufzeit beendet worden. Es hatte Strukturen geschaffen und Freiwillige für die unterschiedlichsten Einsatzfelder geworben - zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Familien, Stadtteilzentren, stationären Einrichtungen und Hospizen. Annähernd 9000 Freiwillige, davon rund zwei Drittel Frauen, engagierten sich bei rund 140 Trägern in über 1600 Einsatzstellen bundesweit. Die Freiwilligen ersetzten dabei keine qualifizierten Fachkräfte, sondern ergänzten diese. Somit blieb das Modellprogram arbeitsmarktpolitisch neutral. 

Freiwillige werden mindestens sechs Monate tätig

Die positiven Erfahrungen der "Generationsübergreifenden Freiwilligendienste" mit verbindlichen Qualitätsstandards sollen genutzt werden, um Institutionen für den Einsatz von Freiwilligen zu gewinnen. Im Rahmen des neuen Programms "Freiwilligendienste aller Generationen" werden die Freiwilligen mindestens acht Stunden wöchentlich über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten investieren. Auf der Grundlage verbindlicher Vereinbarungen werden sie in vielfältigen Einsatzfeldern tätig - in Gesundheit und Pflege, Bildung, Kultur, Sport, Technik, Familienassistenz etc. -, oder um übergreifende Ziele zu erreichen, zum Beispiel die verstärkte Einbindung des Erfahrungswissens Älterer, die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an bürgerschaftliches Engagement oder Integration von Migrantinnen und Migranten.

Freiwillige erhalten im Gegenzug Weiterbildung

Im Gegenzug erhalten die Freiwilligen Ansprüche auf Qualifizierung, kontinuierliche Betreuung und Begleitung sowie eine gelebte Anerkennungskultur. So wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Fördermittel zur Weiterbildung der Freiwilligen und der sie anleitenden Fachkräfte bereitstellen. Eine Internetplattform als zentrale bundesweite Informations- und Vernetzungsdrehscheibe, ein interaktiv nutzbares Praxishandbuch für alle Fragen zum Freiwilligendienst sowie mobile Kompetenzteams, die direkt vor Ort Kommunen, Träger und Freiwillige mit Rat und Tat unterstützen, bilden die neuen organisatorischen Säulen des Programms.

Strukturen vor Ort werden gestärkt

Mit Hilfe mobiler Kompetenzteams soll das Know-how über das Aktivieren vom Ehrenamtlichen und der Organisation von "Freiwilligendienste aller Generationen" in die Fläche getragen werden. Ziel ist die professionelle und gut vernetzte ehrenamtliche Struktur vor Ort.

Zur Verfestigung der durch das auslaufende Modellprogramm aufgebauten Strukturen wurde den Trägern bis zum Start des neuen Programms eine Übergangsfinanzierung angeboten. Damit erhalten sie zusätzliche Zeit zur Sicherung der Nachhaltigkeit ihrer Projekte. Rund 73 Prozent der Projekte des Modellprogramms haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

Ideenwettbewerb fördert Leuchtturmprojekte

Über einen Ideenwettbewerb werden bundesweit 30 Gemeinde, Städte oder Träger ausgewählt und über drei Jahre gefördert, die die veränderte demografische Situation aktiv in den Blick nehmen und den neuen Freiwilligendienst mit besonderer Kreativität in ihrem Ort etablieren wollen. Die Informationen zur Ausschreibung werden auf den Internetseiten der Initiative "Alter schafft Neues" bereitgehalten.