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Sachsen-Anhalt

Strukturen der Umsetzung; Steuerungsmechanismen; Verantwortlichkeiten

z.B. GM-Arbeitsgruppen, Steuerungs-, Lenkungsgruppen, Geschäftsstellen, Gender-Beauftragte; zentral - dezentral

 

  • Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) "Gender Mainstreaming" (Konstituierung am 5.02.03 auf Beschluss der Landesregierung, Leitung: Landesbeauftragte für Gleichstellung und Frauenpolitik; Mitglieder: Führungskräfte aus jedem Fachressort und 3 Sprecherinnen der Hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten)

  • Die koordinierende Verantwortung für die Einführung von GM in der Landesverwaltung liegt im Grundsatzreferat der Abteilung Frauen, Familie.

  • In den Ressorts ist die Steuerung sehr unterschiedlich organisiert; Mitglieder der IMAG übernehmen gegenwärtig die Rolle der GM-Verantwortlichen in den Fachressorts

 

 

Form und Elemente des   Umsetzungsverfahrens    

z.B. durch eigenes GM-Konzept, Adaptierung von best practice, z.B. mit den Elementen

  • Vermittlung von Gender-Wissen; Schulungen; Weiterbildung

  • Initiierung und Auswertung von Pilotprojekten, Modellvorhaben oder Umsetzungsprojekten

  • Anwendung bestimmter methodischer Ansätze

  • Entwicklung von Instrumenten oder Handreichungen

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Sicherstellung der Nachhaltigkeit

 

  • Die Einführung von GM in ST beruht auf einem langfristig angelegten Umsetzungskonzept, welches auf der Grundlage von Umsetzungsberichten zweijährlich durch die Landesregierung fortgeschrieben wird.

  • Das Umsetzungskonzept geht von 4 Erfolgsvoraussetzungen für GM aus, denen Einzelaktivitäten und methodische Ansätze zugeordnet werden. Diese werden im folgenden nur  auszugsweise dargestellt. Die komplexe Darstellung des Konzeptes, in der auch die Wechselwirkungen der einzelnen Elemente abbildet, ist der aktuellen Veröffentlichung "GM in ST: Konzepte und Erfahrungen" sowie der Internetpräsentation zu entnehmen.

1. sichtbares Engagement der höchsten Führungsebene

siehe Punkte: formale Umsetzungsgrundlagen; Verantwortlichkeiten

2. konsequente geschlechterdifferenzierte Datenerhebungen und -auswertungen

Defizite in der Datenlandkarte werden mittelfristig durch die Beauftragung des Gender-Institutes ausgeglichen: Herausgabe des Gender-Reports sowie Pflege einer Datenbank mit landesrelevanten Daten und Forschungsergebnissen

3. transparentes und praktikables Verfahren, klare Verantwortlichkeiten, handhabbare Instrumente

Im Rahmen von GM-Anwendungsprojekten wurden und werden fachbezogene Checklisten, Materialien etc. entwickelt, die bis 2006 in einer Handreichung für die Verwaltung zusammengestellt werden sollen.

Seit 2004 wird in das bestehende Controlling-System der Staatskanzlei zur Steuerung des Regierungsprogramms ein GM-Controlling umgesetzt.

4. Entwicklung von GM-Kompetenz bei den Beschäftigten, insbesondere bei den Führungskräften

Die Einführung von GM ist ein komplexer Organisationsveränderungsprozess, der bei allen AkteurInnen GM-Kompetenz als Handlungskompetenz erfordert.  ST setzt daher nicht primär auf "flächendeckende" eintägige Einführungsveranstaltungen, sondern auf längerfristige Anwendungsprojekte, die durch Fortbildungsangebote und nach Möglichkeit auch externe Prozessberatung begleitet werden.

 

 

Nutzung von externem Sachverstand/externer Unterstützung bei der Prozesssteuerung bzw. bei der Umsetzung

z.B.

wissenschaftliche Begleitung, flying experts

permanent begleitend, bei bestimmten Elementen

Gender-Institut hat Beratungs- und Supportfunktion für die Landesverwaltung;

 

Fortbildungen werden grundsätzlich durch externe BildnerInnen/BeraterInnen durchgeführt.

 

Die Realisierung der GM-Anwendungsprojekte wird z.T. wissenschaftlich begleitet.

 

 

 

Wechselwirkungen mit anderen Programmen und Institutionen

z.B.

EU, ESF; Gemeinschaftsinitiativen

bilaterale internationale Zusammenarbeit

Auswirkungen auf Trägerlandschaftund Zuwendungsempfänger

Die Umsetzung vom GM ist in vielen Bereichen Bestandteil von Leistungsverträgen und von Qualitätsentwicklungsprozessen (u.a. Sport,  Jugendarbeit; Familienbildung, Strukturfondsförderung).

Die Umsetzung von GM ist Bestandteil der Zielvereinbarungen zwischen Land und Hochschulen und wird sukzessive als Indikator der Mittelvergabe und –verteilung ausgestaltet.

Im Bereich der Strukturfondsförderung wird die Anwendung von GM als durchgängiges Arbeitsprinzip ausgestaltet. (Ziel- und Indikatorenbildung im OP; Gremienbesetzungen; Qualifikation der Bewilligungsbehörden und BeraterInnen; Datenerfassung/ Evaluation)