http://www.gender-mainstreaming.net/gm/Bundeslaender-Kommunen/bundeslaender,did=15912.html

Inhalt

Niedersachsen

Niedersachsen schafft Gleichberechtigung

Die Niedersächsische Verfassung schreibt die Verwirklichung der Gleichberechtigung als ständige Aufgabe des Landes, der Gemeinden und Landkreise vor. Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern bleibt somit eine gesellschaftliche Herausforderung ersten Ranges. Den Weg soll unter anderem Gender Mainstreaming bereiten. Niedersachsen hat sich der Strategie bereits 1998 als eines der ersten Bundesländer verpflichtet.

Formale Umsetzungsgrundlage(n)

z.B. Gesetz, Verordnung, GGO, Kabinettbeschluss

  • Kabinettsbeschluss 06/98 zur Integraton des Frauenministeriums in das Sozialministerium. Die Organisationsentscheidung wurde u.a. mit GM begründet.

  • Unterrichtungsvorlage für Kabinett in 07/99 und 08/02  

  • Verankerung in Geschäftsordnung des Sozialministeriums (MS)

  • Verankerung in GGO der Landesregierung, Ministerien und Staatskanzlei (30.03.04)

  • Kabinettsbeschluss 12/06 zur "Umsetzung der Gemeinsamen Geschäftsordnung der niedersächsischen Ministerien und der Staatskanzlei / Weiterentwicklung des Gender Mainstreaming und der Prüfung der Auswirkungen auf Familien" (bis Ende 2008)

  • Kabinettsbeschluss 1/09 zur "Umsetzung der Gemeinsamen Geschäftsordnung der niedersächsischen Ministerien und der Staatskanzlei (Annahme des Abschlussberichts über die zweijährige Phase zur Weiterentwicklung des Gender Mailnstreaming und der Prüfung der Auswirkungen auf Familien und Annahme eines 10 Punkte Konzepts für die Weiterentwicklung von Gender Mainstreaming und der Prüfung der Auswirkungen auf Familien bis Ende 2011)

Strukturen der Umsetzung; Steuerungsmechanismen; Verantwortlichkeiten

z.B. GM-Arbeitsgruppen, Steuerungs-, Lenkungsgruppen, Geschäftsstellen, Gender-Beauftragte; zentral - dezentral

  • Ressortübergreifende Steuerungsgruppe zu Prozessbegleitung und Umsetzungsinstrumentarien unter Leitung StS MS (Mitglieder: Führungskräfte der Ressorts und des Landesrechnungshofs, AG der Frauenbeauftragten der obersten Landesbehörden)politische Ebene

  • feste Ansprechpartnerin/Ansprechpartner für den Weiterentwicklungsprozess in allen Ressorts (Fachebene seit 2007)

  • Ausbildung von 2 Gender-Trainer-Tandems (1 Tandem aus MS, je 1 weitere Person aus Mi und StK), die zugleich GM-Vorhaben in den Ressorts begleiten sollen.

  • Schulung für Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner (ehemals Gender_Tandems) als Angebot an alle Ressorts (2008)

  • Koordinierende Federführung für Implementierung im Land beim MS (Abt. Frauen, Grundsatzreferat), hausinterne Umsetzung obliegt Ressorts

Form und Elemente des Umsetzungsverfahrens

z.B. durch eigenes GM-Konzept, Adaptierung von best practice, z.B. mit den Elementen

  • Vermittlung von Gender-Wissen; Schulungen; Weiterbildung

  • Initiierung und Auswertung von Pilotprojekten, Modellvorhaben oder Umsetzungsprojekten

  • Anwendung bestimmter methodischer Ansätze

  • Entwicklung von Instrumenten oder Handreichungen

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Sicherstellung der Nachhaltigkeit

Schulungen:

  • Abteilungsweise Workshops für alle Beschäftigten des MS 

  • Aufnahme von GM-Modulen in Qualifizierungsmaßnahmen des MS

  • Informationsveranstaltungen und Schulungen für Beschäftigte der Landesverwaltung

  • Information für Landtagsausschüsse

  • Kabinettsklausur zusammen mit StS-Ebene in 10/99

  • Begleitung von GM-Projekten mit Qualifizierungsreihe zur Verbindung von GM und Projektmanagement in Zusammenarbeit mit Landeszentrale für politische Bildung

  • Verankerung von GM als integralem Bestandteil von Qualifizierungs-/Fortbildungsmaßnahmen, insbes. Schulungsmaßnahmen für TrainerInnen, die Führungskräfte der Landesverwaltung schulen (train-the-trainer) 

  • 2007 - 2009: Zielvereinbarungen in den Ressorts, welche Vorhaben durchgeführt werden sollen

  • Entwicklung und Durchführung eines Fortbildungsmoduls für Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Ministerien

  • Entwicklung eines eLearning-Programms zu Gender Mainstreaming und Bereitstellung im Intranet des Landes

  • Entwicklung eines Wissenspools mit geschlechterdifferenzierten Statistiken und praktischen Beispielen/ Bereitstellung im Intranet

  • Zwischen- und Abschlussbericht über die Ergebnisse der Weiterentwicklung von Gender Mainstreaming

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Logo-/Begriffsentwicklung: GemiNi (Gender Mainstreaming in Niedersachsen)

  • Broschüre "Informationen und Impulse" 

  • Broschüre "Beispiele aus der Praxis" (vergriffen, Download möglich)

  • Leitfaden zur Berücksichtigung des Gleichstellungsgrundsatzes zwischen Frauen und Männern in Kabinettsvorlagen
  • Leitfaden zur Bewertung geschlechtsspezifischer Auswirkungen bei Projekten und sonstigen Reformmaßnahmen der Staatsmodernisierung (Hrsg. StK, jetzt MI)

  • externe Dokumentation: Integration von Gender Mainstreaming in Ziel 3/ ESF in Niedersachsen (Fallstudie im Rahmen des Forschungs- und Transferprojektes, ISA Consult)

  • Broschüre "Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen"

  • Broschüre "Gender Mainstreaming in Niedersachsen - Grundlagen und Beispiele"

  • Fachveranstaltungen, z. B. GM und Gesundheit

  • Internetpräsenz (Gleichberechtiung - eine gesellschaftspolitische Herausforderung ersten Ranges)

Controlling:
Überprüfung von Kabinettsvorlagen (Auswahl) des Zeitraums 08-12/2001

Nutzung von externem Sachverstand/externer Unterstützung bei der Prozesssteuerung bzw. bei der Umsetzung

z.B.

wissenschaftliche Begleitung, flying experts

permanent begleitend, bei bestimmten Elementen

Externer Sachverstand/Unterstützung bei Bedarf, z. B. für Schulungsmaßnahmen

Wechselwirkungen mit anderen Programmen und Institutionen

z.B.

EU, ESF; Gemeinschaftsinitiativen

bilaterale internationale Zusammenarbeit

Auswirkungen auf Trägerlandschaft und Zuwendungsempfänger

Beispielhaft zu nennen:

  • In allen Arbeitsmarktprogrammen (ESF- und Landesprogramme) ist Umsetzung von GM durch quantitative und qualitative Aspekte festgeschrieben



Logo von GemiNi
Logo des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

Anlagen

Grafik: Symbol für Dokumenttyp PDF Grundlagen und Beispiele (.pdf, 483,7 KB)


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