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Ziele von Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming (GM) zielt als Strategie darauf ab, durchgängig sicherzustellen, dass Gleichstellung als Staatsaufgabe (Art. 3 Abs. 2 GG und weitere rechtliche Vorgaben) von allen Akteuren der öffentlichen Verwaltung verwirklicht wird. Bei allen Entscheidungen, also im Hinblick auf Produkte, Außendarstellungen, Personal und Organisation, ist immer zu berücksichtigen, dass sich Frauen und Männer individuell, geschlechtsspezifisch und aufgrund weiterer gesellschaftlicher Strukturen in unterschiedlichen Lebenslagen befinden. Nur wenn die jeweiligen Unterschiede berücksichtigt werden, ist Diskriminierung zu vermeiden. Damit sorgt GM dafür, dass mit scheinbar neutralen Maßnahmen nicht faktisch Benachteiligungen erzeugt wird.

Gleichstellung wird in Recht und Politik oft mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnet. Damit verbinden sich auch unterschiedliche Zielsetzungen. Zudem ist hinsichtlich der Maßnahmen insbesondere das Verhältnis von GM zur Frauenpolitik - und auch zur Männerpolitik sowie zum Diversity-Ansatz  zu klären.

Ob das Ziel der Gleichstellung erreicht wird, lässt sich mit Hilfe von Indizes ermitteln. Diese sind für die Verwaltung von besonderer Bedeutung, da mit den in Indizes gebündelten Indikatoren Prozesse des GM gesteuert und der Stand der Gleichstellung gemessen werden kann.