Titelgrafik Wissensnetz

Inhaltsbereich

Top Down

Top-Down

Merkmale des Top-down-Ansatzes von Gender Mainstreaming sind:

  • Gleichstellung als Ziel und GM als Strategie sind im Leitbild der Organisation verankert; die Leitungskräfte geben die Ziele auf der Handlungsebene eindeutig vor.
  • Die Leitungskräfte koordinieren und steuern die Umsetzung von GM in ihrem Verantwortungsbereich.
  • Die Leitungskräfte engagieren sich sichtbar und glaubwürdig.

  • Die Leitungskräfte übernehmen die Verantwortung dafür, dass die vereinbarten Prinzipien und Strategien zur Integration der Gleichstellungsorientierung in die Facharbeit umgesetzt und die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

In der Praxis bedeutet das:

  • Die Leitungskräfte kommunizieren die Querschnittziele der Gleichstellung im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben von GM:
  • Abbau von Benachteiligungen (Diskriminierungen),
  • gleiche Teilhabe (Partizipation),
  • eine von tradierten Rollenmustern freie und selbst bestimmte Lebensgestaltung beider Geschlechter (echte Wahlfreiheit).
  • Die Leitungskräfte kommunizieren intern kontinuierlich die Umsetzungsschritte von GM.
  • In der Öffentlichkeit werden jeweils auch die gleichstellungsrelevanten fachlichen und fachpolitischen Aspekte genannt.
  • Die Leitungskräfte schaffen die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von GM:
  • Sie treffen verbindliche Arbeitsvereinbarungen.
  • Sie entwickeln systematische, die ganze Organisation erfassende Verfahren.
  • Sie klären die Zuständigkeiten und weisen Verantwortung zu.
  • Sie gestalten die Organisationsstrukturen entsprechend.
  • Sie stellen Ressourcen zur Umsetzung, Weiterentwicklung und Evaluation zur Verfügung.
  • Die Leitungskräfte gewährleisten, dass die vorhandenen Instrumente angepasst und neue Steuerungsinstrumente entwickelt werden und gewährleisten die kontinuierliche Umsetzung von GM innerhalb der Alltagsroutine des Zuständigkeitsbereiches.
  • Die Leitungskräfte greifen Akzeptanzprobleme auf und organisieren ihre kontinuierliche Bearbeitung u.a. durch interne Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Thematisierung in Dienstbesprechungen sowie in Personal- und Kooperationsgesprächen und die Organisation von Fortbildungsangeboten.
  • Die Leitungskräfte nehmen selbst an Fortbildungsveranstaltungen zur Umsetzung von GM teil; Fortbildungsveranstaltungen für Beschäftigte werden von ihnen eröffnet.
  • Die Leitungskräfte gewährleisten durch die Umsetzung von GM in der Personalentwicklung die Gleichstellung von Männern und Frauen auf allen Hierarchieebenen. Auch Fragen der Balance von Arbeit und Leben, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und andere gleichstellungsrelevanten Fragen werden thematisiert.